Verhinderungspflege

Bei der Verhinderungspflege (auch Ersatzpflege genannt) handelt es sich um einen Leistungsbereich der Pflegeversicherung, die in Kraft tritt, wenn eine private Pflegeperson zeitlich begrenzt die Pflege nicht wahrnehmen kann oder sich in Urlaub befindet.

Der Bewilligungszeitraum beträgt maximal 6 Wochen pro Kalenderjahr. Die Bewilligung erfolgt, wenn die Pflegekraft bereits mindestens 6 Monate die Person in Ihrem häuslichen Umfeld betreut hat. Diese Regelung gilt auch bei Pflegestufe Null.
Nahe Angehörige (bis zum 2. Grad) und verschwägerte bzw. mit der pflegebedürftigen Person in einer häuslichen Gemeinschaft lebende Personen sind von dieser Regelung ausgenommen.

Trifft einer dieser Verwandtschaftsgrade zu, dürfen die erstattbaren und auch nachgewiesenen Aufwendungen den Pflegegeldbetrag für bis zu 6 Wochen nicht überschreiten. Ausnahme: die Ersatzpflege hat erwerbsmäßigen Charakter. Dann können nachgewiesene Kosten bis zu 2.418 Euro pro Kalenderjahr übernommen werden. Wurde die stationäre Kurzzeitpflege nicht beansprucht, können hieraus weitere 50% (maximal 806,00 Euro) für die häusliche Verhinderungspflege beansprucht werden.

Auskünfte und Beantragungsformulare sind im Internet aber auch im persönlichen Gespräch bei der Krankenkasse, wo die Pflegekasse integriert ist, zu erhalten.