Tabuthema Inkontinenz:wie Sie damit umgehen können

Mittlerweile leiden in Deutschland ungefähr sechs Millionen Menschen an Inkontinenz. In Pflegeheimen sind zwei von drei Senioren davon betroffen. Für die Meisten kommt es nicht in Frage darüber zu sprechen, da sie Inkontinenz als peinlich empfinden. Jedoch können auch einige Arten der Inkontinenz behandelt werden.

Die verschiedenen Arten der Inkontinenz

Die häufigste Form von Inkontinenz ist die Belastungsinkontinenz. Wird die Muskulatur des Betroffenen beispielsweise durch Niesen oder Husten belastet, hält die Blase dies nicht stand und läuft aus. Dies trifft häufig nach schweren Geburten oder bei einem schwachen Gewebe auf. Bei der Dragininkontinenz handelt sich um ein fehlerhaftes Signal der Rezeptoren. Diese übermitteln dem Gehirn, dass die Blase voll ist. Daher müssen die Betroffenen häufig Wasserlassen. Ursachen dafür können Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Parkinson sein. Zuletzt gibt es noch die Überlaufinkontinenz. Dabei können die Betroffenen nicht auf einmal Wasserlassen, sondern nur tröpfchenweise.

Weshalb man einen Arzt aufsuchen sollte

Verständlicherweise ist das Thema Inkontinenz nichts, worüber man gerne sprechen möchte. Jedoch ist es für Betroffene sehr belastend wenn man nicht mit jemanden darüber reden kann. Daher bieten sich Ärzte auf G rund ihrer Schweigepflicht bestens an. Es ist nicht nur sehr hilfreich mit jemanden über die Belastung zu sprechen, sondern es können hilfreiche Tipps in Sachen Ernährung oder Therapie übermittelt werden. Mittlerweile etablieren sich spezielle Inkontinenzzentren, die Sie unter Anderem in Köln aufsuchen können.

Die richtige Ernährung kann entscheidend sein

Sollte man von Inkontinenz betroffen sein, ist es bereits sehr hilfreich harntreibende Lebensmittel zu meiden. Diese hemmen das Hormon, welches die Urinproduktion regelt. Dazu gehören bei Obst alle Zitrusfrüchte (=Zitronen, Orangen, Limetten) sowie Kirschen. Es gibt auch Gemüse wie Spargel, Rotkohl oder Möhren, die die Niere reizen. Lebensmittel mit hohem Wassergehalt wie etwa Gurken oder Wassermelonen sollte man auch meiden, da diese zum häufigen Wasserlassen führen. Auch scharfe Gewürze wie Pfeffer oder Chili und natriumhaltige Lebensmittel (=Sojabohnen, Reis) reizen die Niere, woraus eine Überproduktion an Urin resultieren kann.

Das Trinkverhalten kann verbessert werden

Viele der Inkontinenzpatienten halten es für richtig so wenig wie möglich zu trinken. Jedoch ist dies selbstverständlich schädlich für den menschlichen Organismus. Man kann es aber vermeiden harntreibende Getränke zu sich zu nehmen. Dazu gehören vor allem alkoholische Getränke, Tee und Kaffee. Stattdessen sind Wasser, Schorlen und Rooibos-Tee sehr schonend für die Niere.

Die richtigen Produkte benutzen

Für leichte bis mittlere Inkontinenz eignen sich anatomisch geformte Ein- und Vorlagen bestens für Männer und Frauen. Diese kann man mithilfe von Fixierhosen befestigen, sodass diese weder rutschen noch auslaufen. In der Mitte befindet sich ein geruchsabsorbierender Saugkern, der das Auslaufrisiko vermindert. Zusätzlich gibt es spezielle Ein- und Vorlagen, die für die anatomische Form der Männer angepasst wurde. Die Ein- und Vorlagen gibt es in verschiedenen Saugstärken und Größen bei uns im Onlineshop Sollten Betroffene unter mittlerer bis stärkerer Inkontinenz leiden, sind Windeln und Pants sehr vorteilhaft. Diese sind wie normale Unterwäsche aufgebaut, enthalten aber saugfähiges Material. Diese sind für Männer und Frauen geeignet und sind in verschiedenen Größen und Saugstärken erhältlich. Dadurch dass beispielsweise Pants wie Unterwäsche wirken, ist die Benutzung für Patienten viel angenehmer.

(Becken-) Übung macht den Meister

Bereits leichte Beckenübungen können die Muskulatur stärken und somit eine Überproduktion an Urin verhindern. Dies gelingt meistens unter physiotherapeutischer Behandlung. Diese legen fest wie intensiv und häufig das Becken trainiert werden muss. Jedoch bieten auch viele Krankenkassen Anleitungen für ein Training zuhause an. Somit können ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung die Inkontinenz erleichtern.