Kleine Blasen, große Probleme: Kinderinkontinenz

Häufig leiden Kinder, die bereits im Grundschulalter sind, an Inkontinenz. Die Inkontinenz tritt meistens in der Nacht auf, wenn die Kinder durch den Schlaf keine bewusste Kontrolle über die Blase haben. Sogar Eltern ist es sehr unangenehm über die Probleme ihrer Kinder zu sprechen. Wichtig ist es zwischen Inkontinenz und Bettnässen zu unterscheiden, die Behandlung richtig anzugehen und dem Kind viel Zuwendung schenken zu können.

Was zu unterscheiden ist

Wenn Kinder schlafen, können einige keine Signale wie der Drang auf Toilette zu gehen nicht verarbeitet werden. So kommt es dazu, dass sie im Bett urinieren. Dies bezeichnet man mittlerweile als Bettnässen. Sollten betroffene Kinder jedoch noch tagsüber keine Kontrolle über ihre Blase haben, spricht man schon von Inkontinenz. Dabei können sogar Schmerzen beim Wasserlassen auftreten. Sollte dies der Fall sein, muss ein Arzt umgehend aufgesucht werden, da auch andere Krankheiten vorliegen könnten.

Ursachen für Inkontinenz bei Kindern

Inkontinenz bei Kindern ist in den meisten Fällen nichts Besorgniserregendes. Bei vielen Kindern entwickelt sich einfach die Blase etwas später als bei anderen und kann häufig den Druck nicht standhalten. Sollte es jedoch nicht einfaches Bettnässen sein, können auch andere Ursachen in Frage kommen. Zum einen kann das Auftreten einer Harnwegsinfektion Ursache sein. Daraus resultiert, dass das Wasserlassen schmerzt und die Urinproduktion nicht kontrolliert werden kann. Zusätzlich, aber eher seltener, können Störungen im Nervensystem in Frage kommen. Das bedeutet, dass betroffene Kinder Signale nicht verarbeiten und Reflexe nicht steuern können. Viele der betroffenen Kinder haben einen ADH-Mangel, welches ein Hormon ist, das die Urinproduktion regelt.

Inkontinente Kinder brauchen viel Zuwendung

Wenn die Kinder älter und noch immer inkontinent sind, kann es zu einer sehr unangenehmen Angelegenheit kommen. Es ist sehr wichtig betroffene Kinder nicht als Last darstellen zu lassen. Also sollte Ihr Kind Sie nachts aufwecken, weil es sich eingenässt hat, dann gehen Sie das ganze bestenfalls mit viel Ruhe an. Fragen Sie Ihr Kind wie es sich fühlt oder ob es selbst weiß woran es liegen könnte. Anschließend können Sie oder wenn das Kind es selbst schon kann, das Bett nezbeziehen. Danach sollte man dem Kind einen ruhigen restlichen Schlaf ermöglichen. Sollte das Kind eine Nacht „trocken“ geschlafen haben, sind Belohnungen ganz sinnvoll

Was hilfreich sein kann

Für die Behandlung von Inkontinenz bei Kindern gibt es viele Möglichkeiten. Die einfachste davon ist zunächst das Trinkverhalten zu verändern. Das bedeutet, dass betroffene Kinder insbesondere vor dem Schlafengehen weniger trinken. Dadurch ist die noch nicht vollständig entwickelte Blase nachts nicht überfüllt und muss somit nicht auslassen. Achten Sie bestenfalls darauf, dass kurz vor dem Zubettgehen die Blase entleert wird. Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Klingelhosen. Diese sind so konfiguriert, dass sie ein lautes Signal geben, sollte sich das Kind eingenässt haben. Durch das laute Piepen entwickelt das Nervensystem des Kindes einen Reflex sobald es auf Toilette gehen muss. Die Alternative zu Klingelhosen sind Klingelmatratzen. Sollten all diese Möglichkeiten nicht hilfreich sein, ist ein Medikament notwendig. Dafür müssen Sie umgehend mit Ihrem Hausarzt in Kontakt treten. Dieser wird Ihnen ein passendes Medikament verschreiben.