Demenz: sani25 beantwortet die wichtigsten Fragen

Wovor sich alle fürchten

Umfragen und Studien zufolge fürchten sich die meisten Menschen in Deutschland im Alter an Demenz zu erkranken. Demenz macht sich anfangs bemerkbar durch steigender Vergesslichkeit. Betroffene wissen häufig nicht, wo sie beispielsweise ihre Gegenstände verlegt haben. Jedoch kann in dieser Phase, die Demenzkrankheit nicht festgestellt werden. Sollte es sich jedoch um Demenz handeln, kann sich der Zustand immer weiter verschlechtern. So vergessen Betroffene Namen in ihrem sozialen Umfeld oder Ereignisse, die weiter zurückliegen. Im vierten Stadium sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, da man es mit dem Vergessen kürzlich geschehener Ereignisse zu tun hat. Darauf folgt oftmals Orientierungslosigkeit und Immobilität. Daraus resultiert, dass die Betroffenen inkontinent und auf Hilfe angewiesen sind.

Wie man Demenz vorbeugen kann

Zwar gibt es bis heute keine eindeutige Therapie, um Demenz zu verhindern. Jedoch gibt es einige Tipps und Tricks, um Demenz vorzubeugen. Dazu gehört beispielsweise die Schwerhörigkeit, die Menschen im Alter oftmals früh trifft, zu erkennen. Man sollte diese niemals unterschätzen und so früh wie möglich durch ein Hörgerät behandeln. Somit kann die geistige Fähigkeit gestärkt werden. Ein weiterer Auslöser kann die Einnahme von hoch dosierten Medikamenten sein, die beispielsweise gegen Inkontinenz verschrieben werden. Daher sollte man auf diese möglichst verzichten oder eine niedrige Dosierung einnehmen. Auch Stress und Einsamkeit können für die Instabilität der Psyche sorgen. Somit brauchen Senioren besonders viel Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Was man beachten sollte

Dadurch dass Demenzkranke viel vergessen wie beispielsweise den Herd auszuschalten, sollte man das eigene Heim gerecht ausstatten. Zunächst muss man mit der Orientierungslosigkeit rechnen. Daher ist es sehr sinnvoll die Türen entweder aufzulassen oder Schilder zu befestigen, die den jeweiligen Raum kennzeichnen. Spitze Gegenstände und giftige Putzmittel sollten bestenfalls abgeschafft werden, da diese eine zusätzliche Gefahr darstellen. Auch der Herd oder der Backofen sollte eine Funktion haben, die diese automatisch ausschaltet. Da die Sturzgefahr insbesondere bei Nacht relativ hoch ist, sollte man Leuchtelemente zur Orientierung einbringen.

Welche Möglichkeiten die Pflegebranche bietet

Demente Patienten, die zusätzlich als pflegebedürftig eingestuft werden, haben Anspruch auf ambulante Pflege. Dabei handelt es sich um eine Pflegekraft, die die Patienten täglich besucht und beim Toilettengang oder bei einer Dusche behilflich ist. Diese Leistung wird von Pflegekassen anerkannt und die Kosten werden übernommen. Eine weitere Möglichkeit ist die 24 Stunden-Pflege, die die teuerste aller Möglichkeiten ist. Häufig übernehmen dies günstigere Pflegekräfte aus Osteuropa, die legal Senioren in ihrem eigenen zuhause pflegen können. Des Weiteren bieten sich Tagespflege und betreute Gruppen relativ gut an. Dabei werden die Senioren von ausgebildetem Personal betreut und währenddessen können sie an Aktivitäten wie Spiele oder Musik teilnehmen. Sollte die Demenz schon im letzten Stadium sein, ist ein Aufenthalt im Pflegeheim notwendig. Private Pfleger für zuhause sind oftmals viel zu teuer und können den Patienten nicht die ausreichende Zuwendung geben. Im Pflegeheim hingegen hat man jederzeit Pfleger, die stets helfen können.

Wo man sich Hilfe suchen kann

Eine Demenzerkrankung ist weder für Betroffene noch für Angehörige einfach. Daher ist es sehr wichtig darüber zu sprechen. Zum einen bieten sich Selbsthilfegruppen an, wo auch andere Betroffene aus Erfahrung sprechen können. So kann man Tipps und Tricks austauschen, die den Alltag retten können. Da Demenz kein Tabuthema mehr ist, wurden mehrere Organisationen gegründet. Einige bieten musikalische Aktivitäten an, die anderen stehen für einfache Seelsorge bereit. Daher ist es sehr sinnvoll sich die Hilfe zu holen, die benötigt wird.